Kommen Sie vorbei und lassen Sie sich vom Rattern der noch immer aktiv betriebenen Webstühle in eine andere Zeit versetzen – unsere Band-Webstühle sind schweizweit noch die letzten voll funktionstüchtigen ihrer Art und produzieren noch immer Bändeli.
Fergg – bitte was? Was hat ein Reissverschluss mit einem Webereimuseum zu tun? Oder Hunger mit einer Lochkartensteuerung und ein Posamenter mit der Industrialisierung? Ein Besuch im Weberei- und Heimatmuseum gibt Ihnen Antworten auf die Fragen.
Das Weberei- und Heimatmuseum zeigt die Heimweberei, wie sie im letzten und vorletzten Jahrhundert aus wirtschaftlichen Gründen in vielen Privathaushalten im Tal betrieben wurde. Die Webstühle und Zusatzgeräte sind intakt, es kann gewoben werden. Angegliedert ist eine Schuhmacherwerkstatt mit interessanten Utensilien aus vergangenen Zeiten. Im Dachgeschoss finden sich Museumsstücke aus Haus, Hof und Handwerk.
Was tun Kinder heute, wenn sie von der Schule nach Hause kommen? Damals wussten sie es vor allem im Winter: «Ab i dʼWäbi, go spuele, Spüeli mache oder Fäde-umegäh.» Ganz selbstverständlich lernten die Kinder damals, wie aus einem Leinensack voller Baumwollfäden ein ebensolcher voll Baumwollbänder wurde – durch die Mitarbeit aller Familienmitglieder. Wie das genau geht, ist noch heute zu sehen (und zu hören!) an den originalen Webstühlen aus dem letzten und vorletzten Jahrhundert, demonstriert durch uns Weberinnen und Weber.
Woher stammen unsere Schuhe? Wie mit kaputten Schuhen umgehen? Wegwerfen? … Das war nicht immer so! Der Schuhmacher fertigte früher Masschuhe für jedermann; wenn trotz hoher Qualitätsarbeit ein Schuh seinen Dienst versagte, wurde dieser vom Schuhmacher geflickt – vom Kinderfinkli bis zum Bergschuh. Schauen sie unserem Schuhmacher über die Schulter und lauschen Sie seinen interessanten Geschichten.
LEGO – zu Gast im Webereimuseum
Lego, das Spielzeug für gross und klein. Vergnügen sich die Kleinsten nocht mit grossen Duplosteinen, tun dies Erwachsene mit sehr kniffligen und aufwendigen Lego-Technic-Bausätzen.
Der Name Lego stammt aus dem Dänischen und ist eine Abkürzung für „leg god“, was so viel heisst wie „Spiel gut“. Das Unternehmen mit Sitz in Billund, Dänemark, ist der grösste Spielwarenhersteller der Welt.
Das grösste Lego-Set ist eine Weltkarte aus über 11’000 Teilen, die seit 2023 nicht mehr im Handel ist. Das zweitgrösste Set, mit rund 10’000 Teilen, ist der Eiffelturm.
Wenn sie echte Menschen wären, dann wären die Lego-Minifiguren die grösste Bevölkerungsgruppe der Welt. Es gibt rund 5 Milliarden Minifiguren.
Ein Legostein kann 375’000 mal sein Eigengewicht tragen, bevor er bricht. Wissenschaftler haben herausgefunden, dass ein Legostein bis zu 1300 Jahre im Wasser bestehen würde.
1997 sank vor Südengland ein Frachtschifff, das unter anderem einen Container mit 4,7 Mio Legoteilen geladen hatte. Die verlorenen Steine gehörten ironischerweise zu Lego-Sets mit maritimem Thema. Bis heute werden an den Stränden rund um Cornwall immer wieder Legoteile und Zubehör wie Minipiraten, Tauchflaschen oder Seepferdchen angeschwemmt.
Nun also bei uns im Museum. Thomas Müller, begeisterter Legofan seit seiner Kindheit, gestaltete die diesjährige Jahresausstellung.
Gerne empfangen wir Sie für eine speziell auf Sie zugeschnittene Führung, sei es für eine private Gruppe, einen Verein, eine Schulklasse (alle Stufen) oder einen Firmenanlass.
Sonderführungen, bei denen unsere Webmaschinen stets in Betrieb genommen werden und/oder der Schuhmacher in Aktion tritt, sind von Anfang März bis Ende Oktober jederzeit möglich. Dauer nach Absprache ca. 1 bis 2,5 Stunden. Optional möglich mit Apéro.
| bis 15 Personen | Fr. 80.– |
| 16–20 Personen | Fr. 100.– |
| 21–25 Personen | Fr. 120.– |
| 26–30 Personen | Fr. 140.– |
| 31–35 Personen | Fr. 160.– |
| 36–40 Personen | Fr. 180.– |
| Kaffee und Gipfeli | Fr. 5.–/Person |
| Kaffee und Kuchen | Fr. 6.–/Person |
| Kaffee und Torte | Fr. 8.–/Person |
| Apéro (Wein, Saft, Zopf) | Fr. 12.–/Person |
Interesse geweckt? Dann nehmen Sie gerne mit unserem Präsidenten Kontakt auf:
Kuno Matter, 062 726 17 33, info@webereimuseum.ch
Jeden 1. Sonntag im Monat von 14.00 bis 16.30 Uhr in den Monaten März bis Oktober. Ebenso öffnen wir unsere Türen jederzeit für Führungen auf Voranmeldung.
Sonntag 12. April 2026
offen von 14.00 – 16.30 Uhr
Sonntag, 3. Mai 2026
offen 14.00 – 16.30 Uhr
Sonntag, 17. Mai 2026
Internationaler Museumstag
offen von 10.00 – 16.00 Uhr
Kaffeestube mit feinen Kuchen und frischen Bretzeli
Sonntag, 7. Juni 2026
offen von 14.00 – 16.30 Uhr
Sonntag, 5. Juli 2026
offen von 14.00 – 16.30 Uhr
Sonntag, 2. August 2026
offen von 14.00 – 16.30 Uhr
Sonntag, 6. September 2026
offen von 14.00 – 16.30 Uhr
Kunstausstellung
September 2026
Sonntag, 04. Oktober 2026
offen von 14.00 – 16.30 Uhr
An sämtlichen Öffnungstagen erwartet Sie ein kleines Angebot an Getränken und Kuchen. Besuchen Sie vor oder nach dem Museumsrundgang unsere gemütliche Kaffeestube.
Unser kleiner Museumsshop hält einige Leckerbissen wie Bändeli, Geschirr, Schiffli und vieles mehr für Sie bereit.
Bücher

Aus der Vitrine
Ausgeschilderte Parkplätze finden Sie direkt beim Museum und in der näheren Umgebung.

Der Museumsverein wurde 1978 gegründet. Ein Mitglied der Historischen Vereinigung Wynental machte zwei Schlossrueder Lehrpersonen auf das Verstummen der Webstühle der Heimarbeiter im Ruedertal aufmerksam.
Der Verein wurde im Kirchgemeindehaus in Kirchrued gegründet. Die Schmiedrueder
Gemeindeversammlung überliess dann das alte Schulhaus, welches schon ab 1933 auch als Fergglokal diente, dem Verein.
Sie möchten sich gern in unserem Verein engagieren?
Dann melden Sie sich direkt im Museum oder per E-Mail (info@webereimuseum.ch).
Wir danken unseren Gönnern für ihren wertvollen Beitrag.
Weberei- und Heimatmuseum Ruedertal
Dorfstrasse 30
5046 Schmiedrued
info@webereimuseum.ch
Präsident
Kuno Matter
Rankacker 565
5046 Walde
062 726 17 33